Grenzen setzen - sich abgrenzen (Wie Du gesunde Abgrenzung lernen kannst)

Grenzen setzen, sich selbst abgrenzen. Fällt dir das oft auch sehr schwer?

Wie gesunde Abgrenzung aussieht und du gesunde Grenzen setzen kannst, das lernst du hier!

Was bedeutet eigentlich “Grenzen setzen”? Wie das Wort „Grenzen“ schon in sich trägt, geht es beim Abgrenzen darum, gut für Dich zu Sorgen und dem anderen zu zeigen, wo Deine Grenze ist. Aber was bedeutet das?

Wo Deine Grenzen sind und wie stark diese sind, kannst du gut testen: Erstens zeigt unsere Haut, als Spiegel der Seele, wo die äußere Grenze von unserem Körper liegt. Diese wahrzunehmen fällt den meisten Menschen recht einfach, Du kannst das recht leicht erfahren und spüren, wenn Dir jemand physisch zu nahe kommt. 

 Aber es gibt noch eine weitere, subtilere Grenze, die wir manchmal wahrnehmen, aber häufig eben nicht. Ich meine die Grenze unseres feinstofflichen Körpers, die Grenze Deiner Aura. Eine subtilere Wahrnehmung, dass Dir jemand oder etwas “zu nahe tritt” 

Hierzu habe ich eine Übung für Dich:

Stell dich mit einem Freund / einer Freundin mehrere Meter weit auseinander, sodass ihr euch gegenüber steht. Geht dann langsam aufeinander zu. Sobald ihr merkt, dass es euch zu nahe wird, sagt ihr stopp. Es kann sehr gut sein, dass dein/e Freund/in früher oder später Stopp sagt als du – das ist nicht schlimm. Der Platz, der dann zwischen dir und der anderen Person bleibt, ist sozusagen Deine „Wohlfühlzone“, Dein Körperenergiefeld, die Grenze Deiner Aura.

Sicher kennst du das auch, dass manche Menschen in deinem Umfeld hin und wieder mal diese Grenze überschreiten. Vielleicht machst du das auch selber mal – was auch völlig in Ordnung ist, denn der andere kann ja „stopp“ sagen. Genauso kannst Du das aber auch, wenn Du lernen willst Grenzen zu setzen

Wenn Dir jemand zu nahe kommt und Du Dich daraufhin ein Stück von ihm entfernst, diese Person Dir daraufhin  aber hinterherkommt und den Abstand zwischen euch so wieder verringert, dass sie Dir wieder zu nahe kommt, dann kannst du die Person einfach bitten, wieder ein Stück zurückzugehen oder Du gehst ein Stück zurück und bittest die Person, dort stehen zu bleiben, wo sie ist. 

Dies kannst Du ebenso durch Deine innere und äußere Haltung kommunizieren. Selbst wenn Du nur daran denkst und Dich innerlich, energetisch gerade aufrichtest, dann strahlst Du dies auch aus und kannst dadurch ebenso eine Grenze setzen. Diese Haltung kannst Du zusätzlich noch mit einer Geste unterstützen. Strecke z.B. eine Hand nach vorne aus oder denke daran und mache diese Geste innerlich. Auch das wird (energetisch zumindest) bei Deinem Gegenüber ankommen. 

Natürlich kannst du auch einfach gerne sagen, dass es Dir gerade einfach etwas zu viel ist und Du etwas Zeit und Raum für Dich selbst brauchst. Wenn Dein Gegenüber Dir wohlwollend gegenüber eingestellt ist, sollte er oder sie diese Aussage auch respektieren.

Falls Du Dich nicht traust, zu anderen Personen „stopp“ zu sagen und eine Grenze zu setzen, habe ich ein paar Tipps für Dich, wie Du es auf andere Art umsetzen kannst: 

Wie ich zu Anfang sagte, ist Deine Haut der Spiegel Deiner Seele. D.h. an Deiner Haut kannst Du sehr gut erkennen, wie es um Deine persönlichen Grenzen steht und ob Du zu viel an Dich heranlässt oder ob Du gut Grenzen setzen kannst. Zum Thema Haut folgen in Kürze auch noch mehr Infos von mir.

Gehe einmal in Dich und fühle in Dich hinein:

Ist dir schon mal jemand körperlich oder psychisch so sehr zu nahe gekommen, dass Du dies als sehr unangenehm empfunden hast? Ist Dir gegenüber mal  jemand körperlich oder psychisch übergriffig gewesen? Hat sich mal jemand sehr schlecht über Dich geäußert und Dich damit verletzt? Oder gab es andere Dinge, bei denen Du spüren kannst, dass diese Dir nicht gut getan haben? Nimm Dir etwas Zeit und spüre mal wirklich hinein, denn häufig gehen wir über solche Dinge einfach hinweg oder verdrängen sie aus Selbstschutz

Stärke Deinen Solarplexus um besser Grenzen zu setzen:

Wenn Du mit dem Konzept der 7 Haupt-Chakren vertraut bist, dann sagt Dir das Solarplexus-Chakra auch etwas. Dieses sitzt in etwa zwischen Deinem Bauchnabel und Deiner Brust und wird oft als Energiezentrum mit gelber Farbe dargestellt. Dein Solarplexus Chakra hilft Dir dabei, Dich selbst zu behaupten, für Dich einzustehen und Dich gegebenenfalls auch abzugrenzen. Deinen Solarplexus zu stärken, hilft Dir also auch beim Grenzen setzen sehr weiter!

Also, wie kannst Du Deinen Solarplexus stärken um Dich besser abgrenzen zu lernen?

Hilfreich ist zum Beispiel, oft in die Natur zu gehen und dort barfuß zu laufen. So kannst du ein besseres Körpergefühl bekommen, dich erden und einen „festeren Stand“ bekommen. All das sind Dinge, Die Dir dabei helfen, Dich besser wahrzunehmen und in Situationen, wo dies nötig ist, eine Grenze zu setzen. Durch die bewusste Verbindung mit der Natur und Deinem Körper entwickelst Du eine stärkere Ausstrahlung, was dann andere Menschen deutlich spüren können. So kannst Du auf energetische Ebene, alleine durch Deine Standfestigkeit, Grenzen setzen, ohne diese offen kommunizieren zu müssen. 

Auch Meditation und Achtsamkeitsübungen können hierbei sehr gut helfen. Überprüfe dabei immer wieder Deine innere und äußere Haltung. Gehst Du gerade mit einer ausgestreckten Brust und zeigst den Menschen damit „Hier bin ich! Stopp, weiter geht es hier nicht.“ oder gehst du nach vorne gebeugt und „geknickt“ und lädst andere geradezu dazu ein, über Deine Grenzen zu gehen? 

Der erste Schritt sich abgrenzen zu können ist sich bewusst zu machen, wo du aktuell stehst. Wie ist Dein innere und äußere Haltung? Wie geht es dir? Traust Du Dich, “Nein” zu sagen? Fühlst Du Dich mutig? Kannst Du mutig zu dem stehen, wie es dir gerade und Dir eingestehen, wo Du aktuell stehst? Hast Du vor allem auch den Mut, dann auch den ersten Schritt zur Veränderung zu gehen?. 

Warum fällt es so schwer Grenzen zu setzen?

Häufig sind die Ursachen dafür, dass man sich nicht gut abgrenzen kann, bewusste oder unbewusste Ängste. Zum Beispiel die Angst davor nicht mehr geliebt zu werden, Angst vor der Reaktion des Anderen, Angst vor Ablehnung oder dass man einfach ein großes Harmoniebedürfnis in sich trägt.

Diese Ursachen sind häufig in der Kindheit verankert. 

Ich lade Dich dazu ein, auch hier mal bewusst und achtsam in Dich hineinzuspüren. 

Und wenn dann so eine Situation eintrifft, dass Dir jemand körperlich, psychisch oder seelisch zu nahe kommt, bleibe in Deiner Mitte, achte auf Deinen Atem und lasse die Emotion, deine Angst einfach mal da sein und durch Dich fließen. Akzeptiere sie, denn sie gehört zu dir. Nimm Dich so an wie Du bist. Lasse die Angst durch Deinen Körper ziehen und dann wird sie auch vorüberziehen. 

Ich empfehle Dir: Übe spielerisch jeden Tag Stück für Stück dich abzugrenzen und nein zu sagen. mache ein kleines Spiel für Dich draus und achte bewusst auf Situationen, in denen Du Dich abgrenzen kannst.

Ein wichtiger Hinweis dabei: sollte dein Umfeld grummelig oder genervt darauf reagiert und nicht damit zufrieden sein, wie Du gerade drauf bist, wenn Du mal eine Grenze setzte, dann bist Du sehr wahrscheinlich auf dem besten Weg der Selbstliebe und auf dem besten Weg, Dich abgrenzen zu lernen. Denn Dein Umfeld ist es gewohnt, dass es gerne mal etwas bei Dir „abladen“ kann. Auf einmal lasst Du das dann nicht mehr mit Dir machen und das stört Dein Umfeld im ersten Moment.  Vielleicht verstehen Deine Mitmenschen erst einmal nicht, was auf einmal mit Dir los ist. Das kann dann bei Dir schnell dazu führen, dass Du wieder einknickst und Deine Grenzen nicht mehr respektierst. Versuche stattdessen mal, genau das auszuhalten. Dein Umfeld darf auch akzeptieren, dass sie nicht ständig Deine Grenzen überschreiten können. Das ist in dem Moment dann die Lernaufgabe Deines Umfeld, mit Deiner Abgrenzung umzugehen. Du bist nicht dafür verantwortlich!! 

Eine Methode, die ich dir noch mit auf den Weg geben möchte ist diese: 

Übe stopp zu sagen, Dich abzugrenzen, indem Du Dir gedanklich eben genau eine solche Situation vorstellst und dann in Gedanken durchspielst und sozusagen simulierst, wie Du “Stopp” sagst und Grenzen setzt. Spüre bei dieser Übung auch in Dich hinein, wie Du Dich dabei fühlst. Was passiert dabei in Dir? 

Noch ein kleiner, spielerischer Tipp am Rande: Du kannst außerdem auch mal einen „Nein-Sagen-Tag“ einführen. Ein Tag, an dem Du zu so ziemlich jeder Frage einfach „nein“ sagst, einfach um das Ganze zu üben. Nimm das spielerisch und schau mal, wie oft Du es schaffst “Nein” zu sagen und Grenzen zu setzen. 

Lass mich gerne wissen, welcher meiner Tipps Dir am besten weiterhelfen konnte und teile auch gerne Deine Erfahrungen direkt mit mir! Ich freue mich immer, von Dir zu lesen! 

Eine Klientin sagte mal: „Sich selbst lieben und sich abzugrenzen ist nichts für Feiglinge.“

Ich lade Dich also dazu ein, mutig zu sein. Es geht natürlich nicht von heute auf morgen. Das ganze ist ein immerwährender Prozess. Vielleicht bist Du jetzt bereit, den ersten Schritt zu gehen. Falls Du dabei Unterstützung brauchst, komm gerne auf uns zu!